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PRESSESPIEGEL 2011: Gault Millau, Eichelmann, Parker etc. auf einen Blick! WEINWISSER: allein für drei 2009er Rieslinge 20/20 Punkten. Lesen Sie mehr dazu!

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Die Weinlagen
Echte Weinberge im Gegensatz zu den unendlichen Wein-ebenen der Welt sind die Basis unseres Weingutes. In Verbindung mit der idealen Rebsorte für den jeweiligen Standort sind sie der Schlüssel zu jeder Form von Qualität.

98% unserer Lagen sind offiziell als Steillagen definiert. Weit über die Hälfte dieser Lagen kann man sogar als extrem steil bezeichnen mit Hangneigungen von über 60%. Sorgfältige und fast ausschließliche Handarbeit ist hier nicht nur in der Lese angesagt, sondern das ganze Jahr über.
Abbildung der Zeltinger Sonnenuhr
Die Zeltinger Sonnenuhr
Der große Vorteil der Schiefersteillagen wird oft in der Hangneigung zur ebenfalls schräg stehenden Sonne gesehen. Die Südlagen besitzen hier natürlich ihren großen Vorsprung. Ein ganz zentraler Aspekt unserer Schiefersteillagen ist aber auch die hervorragende und schnelle Erwärmbarkeit der Bö-den, die den Reben einen entscheidenden Vorteil in vielen Phasen des Jahres verleiht. Stauende Nässe und Kälte ist hier ein Fremdwort. Regen sickert schnell in den Boden ein, wird aber durch die vielen Steine daran gehindert, Rinnen zu bilden und den wertvollen Boden abzuschwemmen (Erosion!).

Andererseits gelingt es besonders unseren überwiegend alten und sehr alten Reben (die oft noch wurzelecht sind), in trockenen Jahren Wasser und Nährstoffe oft aus einer Tiefe von vielen Metern hervorzuholen. Dieses Spiel, dieser Kampf der Reben mit den natürlichen Voraussetzungen der Lage (heute oft Terroir genannt) ist es, der immer wieder für das faszinierende Geschmacksspiel der Mosel-Rieslinge sorgt. Hier entsteht die mineralische und oft auch würzige Spannung, die sowohl zur Säure wie auch zur Süße den passenden Widerpart stellt, der jede Langeweile und Eindimensionalität des Weines verhindert. In jeder unserer Lagen und auch innerhalb dieser Lagen findet dieses Spiel in jedem Jahr je nach Wetter immer wieder anders statt. Es wäre deshalb fahrlässig, in unserem Weingut bei der Vielzahl an hochrangigen Lagen beispielsweise von nur ein oder zwei absoluten Spitzenlagen zu sprechen. Eine klare und eindeutige Hierarchie wäre wider die Natur und damit wider die Vernunft. Lagen sind keine Marken! Sie variieren und darin liegt nicht nur der Reiz der Winzerarbeit, sondern auch der Spaß jeder Weinverkostung.

Auch deshalb betonen wir so ausdrücklich die Anwendung unseres Reifestufensystems oder die Bedeutung der Jahrgänge. Dennoch ist eine Unterscheidung, eine Grundcharakterisierung unserer Weinberge, ihres individuellen, wenn auch nach Lese und Jahrgang sich immer neu nuancierenden Geschmackes, natürlich von großer Bedeutung.

Die Reihenfolge folgt der Mosel aufwärts bis zur Saar (wo nicht von anderen Sorten die Rede ist, handelt es sich immer um Riesling):

Trarbacher Schloßberg: 0,7 ha
Unsere bereits klassische Spätburgunder-Anlage. Extrem steil mit superfeinem, sehr steinreichen Schieferboden. Bringt elegante, feinfruchtige, zugleich aber auch tanninfeste und nachhaltig-mineralische Spätburgunder mit Zukunftspotenzial.

Erdener Treppchen: 0,7 ha
Eine der legendärsten und berühmtesten Spitzenlagen der Mittelmosel. Eine extrem steil ansteigende klassische Südlage, geprägt von einem nicht zu trockenen blauen und grauen, steinigen Schieferboden. Sehr beeindruckende vollmundig-feinfruchtige Weine mit toller Reife und Finesse.

Ürziger Würzgarten: 0,4 ha
Der "Ürziger" gilt traditionell als Spezialität innerhalb der Mittelmosellagen wegen seinem roten eisenhaltigen Boden, mit feinem Schiefer vermengt. Dies gibt den Weinen einen ganz anderen Charakter, mit üppiger Frucht und Würze sowie einem knackigen, herzhaften Säureakzent, der verbunden mit einer betonten Restsüße wie in unseren Spätlesen eine großartige Vollmundigkeit erzeugt.

Zeltinger Deutschherrenberg: 1,3 ha
Dieser Zeltingen gegenüberliegende Weinberg schließt an den Ürziger Würzgarten an und grenzt moselaufwärts an unsere Wehlener Abtei und unseren Klosterberg. Überwiegend sehr steil und eher nach Osten ausgerichtet, bei uns schon nach Süden drehend. Der Boden ist sehr fein und weit verwitterter Schiefer, recht kräftig auch durch den Einschlag von rotem Boden. Die Weine sind kräftig, knackig, säurebetont.

Zeltinger Schloßberg : 1,4 ha
Über und neben der Sonnenuhr gelegen, ebenfalls sehr steil mit teilweise noch etwas kräftigerem Schieferboden als in der "Uhr", dadurch sehr kernige, stoffige Weine mit fester Säure und Mineralnachhall im Geschmack. Eignet sich hervorragend für besonders trockene Weine.

Zeltinger Himmelreich: 2,9 ha
Die größte Zeltinger Weinlage mit steilen, hängigen, aber auch flachen Partien. Die Molitor-Parzellen liegen zu 95% im steilen und sehr steilen, 5% im hängigen Bereich. Durchgängig feinstverwitterte leichte bis tiefgründigere Schieferböden. Elegante, oft wunderschön vollmundige und saftige Rieslinge mit feinen gelben Fruchtnoten und Schieferspiel.

Zeltinger Sonnenuhr: 5,1 ha
Zum größten Teil uralte (oft über 80 Jahre) Weinberge mit wurzelechten Rebstöcken. Feiner, aber auch sehr steiniger, überwiegend recht leichter, blauer Devonschieferboden. In den ältesten und besten Parzellen, oft auf kleinen Terrassen liegend mit wenig Boden, absolute Mini-Erträge (10-20 hl/ha) von Spitzenqualität. Hier wachsen sowohl unsere größten trockenen und feinherben Auslesen wie auch viele unserer edelsüßen Spitzenweine. Alle Sonnenuhr-Weine besitzen eine dem Jahrgang entsprechende unvergleichlich feine Reife und Eleganz. Das Weingut ist der größte Besitzer in dieser weniger als 20 ha großen Spitzenlage der Mittelmosel.

Wehlener Abtei: 1,3 ha
Der Zeltingen direkt gegenüberliegende Weinberg oberhalb vom Kloster Machern grenzt oben an unseren Deutschherrenberg und seitlich an den unteren Teil unseres Wehlener Klosterberg. Der Boden ist relativ kräftig, mit rotem Einschlag, glänzt in trockenen Jahren durch seine exzellente Wasserführung, stößt im Untergrund aber bald auf Schieferfels. Vollmun-dige, saftige Weine mit knackigem und je nach Jahr feinem Säurespiel.

Wehlener Klosterberg: 6,4 ha
Die Haus- und Hoflage, über unserem Weingut, rechts und links davon steil aufsteigend. Im Seitental gegenüber von Zeltingen gelegen, aber fast reine Südlage. Leichter bis mittelschwerer steiniger Schieferverwitterungsboden mit beträchtlichem Eisenanteil, daher auch mineralische und langlebige Weine mit zarter und feiner Frucht. Neben dem Riesling wachsen hier auch unsere eleganten Weißburgunder.

Wehlener Sonnenuhr: 1,3 ha
Die an die Zeltinger Sonnenuhr angrenzende weltberühmte Spitzenlage. Aber deutlich ausgedehnter und daher unterschiedlicher in der Qualität. Der Boden ist teilweise etwas tiefgründiger, obwohl ebenfalls sehr steinig. Der Weinvergleich zwischen den zwei „Traumuhren“ grenzt an Haarspalterei. Beeindruckt die Wehlener immer wieder mit ihrer Saftigkeit, ihrem einzigartigen Spiel, ihrer oft ein wenig pikanten Säure, so glänzt die Zeltinger oft mit noch beeindruckenderer Reife, noch unvergleichlicherer Filigranität. Oft ist es wahrhaft eine Qual der Wahl, wenn man nicht beide will.

Graacher Domprobst: 0,8 ha
In dieser relativ kleinen, nach Südwesten ausgerichteten Spitzenlage von Graach besitzen wir sehr steile Parzellen mit einem steinreichen, feinen, nahezu perfekten, nicht zu trockenen Schieferboden. Sehr charaktervolle, schieferbetonte, stoffige Weine im trockenen Bereich, aber auch absolut edle Beeren- und Trockenbeerenauslesen voller Extrakt, mit wunderbarem Säurenachhall.

Graacher Himmelreich: 1,6 ha
Nicht überall so steil wie der Domprobst, teilweise mit noch kräftigerem Schieferboden, bringt sehr rassige, kernige Rieslinge mit festem Körper, hervorragend trocken und feinherb. Unser ältester "Rotweinberg" mit viel Feuer und Kraft im Spätburgunder, braucht Zeit zur Entwicklung.

Bernkasteler Lay: 0,6 ha
Im Rufschatten des Doktors eine weitere kleine, nicht so bekannte Spitzenlage Bernkastels, wo wir sehr hochwertige Parzellen im Herzstück besitzen mit uraltem Rebbestand. Aus feinverwittertem Schiefer ernten wir immer wieder feinstes, hochreifes Lesegut mit hocheleganter und filigraner Frucht.

Bernkasteler Badstube: 2,7 ha
Die meist etwas höher liegenden Weinberge, von der Mitte des Berges bis zum Wald, bestehen aus feinerdereichem Schiefer, der sehr gut das Wasser hält. Es entsteht ein sehr frischer, lebendiger, außerordentlich typischer Mosel-Riesling mit stabiler Säure und sehr gutem Entwicklungspotential selbst bei leichteren trockenen Weinen.

Bernkasteler Bratenhöfchen: 1,2 ha
Mitten im Berg oberhalb der Lay gelegen, hängig bis steil. Ein steiniger, aber stark verwitterter blau-grauer Schieferboden. Eine herrliche einzigartige Säurespannung und Mineralität, große Pikanz und Spiel besonders in unseren restsüßen Weinen, sehr vollmundig.

Bernkasteler Graben: 0,4 ha
Die in der Qualität vergleichbare, unmittelbare Nachbarlage des teuersten Weinbergs Deutschlands (vielleicht der Welt), des legendären Bernkasteler Doktor. Uralte Rieslingstöcke. Ein steiniger, aber nie austrocknender relativ kräftiger Schieferboden. Weine mit nie vordergründiger, aber hocheleganter, schieferbetonter, reichhaltiger Frucht. Im süßen Geschmacksbereich ein ungeheuer kompletter und komplexer Wein.

Brauneberger Mandelgraben: 1,3 ha
Eine insgesamt sehr unterschiedliche Lage von flach bis steil. Unser Weinberg ist eine Hanglage bis hoch zum Wald, hat daher eine ideale Wasserführung auch in heißen trockenen

Jahren und hält wunderbar die Säure. Ein kräftiger steinreicher Schieferboden mit harten Quarziten und Kies bringt durchaus Pikanz und Finesse.

Brauneberger Klostergarten: 1,2 ha
Insgesamt sehr gemischte Lage. Bei Molitor sehr feinsplittriger Schieferboden mit hohem Steinanteil. Zwei sehr steile und zwei hängige Parzellen. Zum größten Teil jetzt mit Spätburgunder französischer Genetik bepflanzt.

Dhroner Hofberger: 0,9 ha
Eine der klassisch berühmten Mosellagen, aber etwas vergessen, mit Neigung ins Dhrontal hinein, Südausrichtung. Der Seitentalwind mit seiner Abtrocknungswirkung bringt ähnlich der Saar meist sehr gesundes Lesegut mit höchst reizvoller, animierender Säure und feinem Schieferspiel.

Niedermenniger Herrenberg: 4,5 ha
Unser Ausflug an die Saar. Das Herzstück des Herrenbergs ist eine der klassischen Spitzenlagen der Saar, die mit Abstand beste im sogenannten Konzer Tälchen. Herrlicher fein zersplitterter, feinerdereicher, nicht zu trockener Schieferboden, nach Süden ausgerichtete Hang- und Steillage. Sehr frische, lebendige, filigrane Weine mit Mineral, viel Frucht und Stoff - immer ein Tick mehr Säure als unsere Mosel-Weine.
Weingut Markus Molitor, Haus Klosterberg, 54470 Bernkastel-Wehlen
Tel.: +49 (0)6532/95400-0, Fax: +49 (0)6532/95400-29
info@markusmolitor.com
EDITION Nr.2 leider ausverkauft!
Wenn wir Sie informieren sollen, wann die Edition Nr.3 lieferbar ist, schicken Sie uns bitte kurz eine e-mail.

Hier alle Infos zur MARKUS MOLITOR EDITION Nr.2

Wir bauen um!
Wegen Umbaus des Hauses Klosterberg empfangen wir Sie für Weinverkauf und –proben in Zeltingen-Rachtig – mit traumhaften Blick auf den Ürziger Würzgarten.
Weingut Markus Molitor
Niederflurstraße 1,
54492 Zeltingen-Rachtig

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